Was du wissen musst ...
Was ist ein Freiwilligendienst?
Wie der Name schon sagt: Mit einem Freiwilligendienst wird eine freiwillige Tätigkeit im sozialen Bereich ausgeübt, die in der Regel ein Jahr lang dauert.
Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) dient zur Bildung und Orientierung für Jugendliche und junge Erwachsene, die ihr 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) soll für Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre ebenfalls ein Lerndienst sein. Menschen, die älter als 27 Jahre sind, können ihre bereits erworbenen Kompetenzen in der sozialen Arbeit einbringen.
Wie lange dauert es?
Das Freiwillige Soziale Jahr dauert in der Regel 12 Monate. Es beginnt am 1. September und endet am 31. August.
Stellen im Bundesfreiwilligendienst können fortlaufend besetzt werden und können zwischen 6 und 18 Monate ausgeübt werden.
Was sind die Voraussetzungen?
Am Bundesfreiwilligendienst nehmen Menschen aller Altersklassen teil, die im sozialen Bereich tätig sein möchten.
Im Freiwilligen Sozialen Jahr ist genau richtig, wer zwischen 16 und 26 Jahre alt ist, die Vollzeitschulpflicht erfüllt hat, Lust und Interesse an der Arbeit mit Menschen hat, sich auf andere Menschen einlassen kann und sich zutraut, zwölf aufeinander folgende Monate tätig zu werden.
Welchen persönlichen Gewinn bringt ein Freiwilligendienst?
- Berufliche Orientierung,
- Erfahrungen im Berufsalltag sozialer Einrichtungen,
- neue Begegnungen,
- Selbsterfahrung,
- Perspektivenwechsel.
Die Freiwilligendienste gelten vorrausichtlich als Wartesemester an Universitäten und Fachhochschulen und als Vorpraktikum für verschiedene Ausbildungen. Die gewonnenen Praxiserfahrungen sind bei zukünftigen Bewerbungen von Vorteil.
Was gehört noch dazu?
Bei den unter 27jährigen Teilnehmern dienen 25 Seminartage (5 Blockseminare von jeweils einer Woche) im Freiwilligen Sozialen Jahr und im Bundesfreiwilligendienst als Abwechslung zum Arbeitsalltag. Mehr über die Seminararbeit gibt es hier.
Bei den über 27jährigen Teilnehmern finden auch Seminarwochen bzw. Seminartage statt. In der Regel gibt es ein zweitägiges Einführungsseminar und weitere Angebote. Hier besprechen wir Wünsche und Umfang der Begleitangebote mit den Teilnehmern.
Wie wird ein Freiwilligendienst vergütet?
Im Freiwilligen Sozialen Jahr und im Bundesfreiwilligendienst gibt es ein monatliches Taschengeld und Verpflegungsgeld. Einige Einsatzstellen bieten auch eine Unterkunft an. Genauere Infos dazu geben wir in einem persönlichen Gespräch.
Wie ist man versichert?
Beiträge zur Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung übernimmt die Diakonie Mitteldeutschland (auch den Arbeitnehmeranteil).
Sowohl im Freiwilligen Sozialen Jahr als auch im Bundesfreiwilligendienst werden Kindergeld, Kinderfreibeträge (Waisenrente, Halbwaisenrente) sowie weitere kinderbezogene Leistungen nach den gesetzlichen Regelungen weiter gewährt.
Wie viel Urlaub steht Dir zu?
Im Freiwilligen Sozialen Jahr und im Bundesfreiwilligendienst stehen den Teilnehmern 26 Tage Urlaub zu (bezogen auf ein Jahr).
